30 Jan

Europäische Union

Die Anfänge der Europäischen Union gehen auf die Verhältnisse nach dem zweiten Weltkrieg zurück. Nach der Teilung Europas durch die Besatzungsmächte gründen westeuropäische Staaten 1949 den Europarat mit dem Ziel einer engen und friedlichen Zusammenarbeit. Zu diesem Zeitpunkt konnten die Gründerväter nicht wissen, dass aus einem Vertrag zwischen sechs Ländern, die einen Schritt weiter gingen, einmal die Europäische Union mit 27 Mitgliedern werden würde.

Die Geschichte der EU
1950 hat der französische Außenminister Robert Schuman die Idee, die Kohle- und Stahlindustrie von Frankreich und Deutschland zu vereinen, um weitere Kriegsrisiken zu vermeiden. Ein Jahr später unterzeichnen Frankreich, die Bundesrepublik Deutschland, Luxemburg, Belgien, Italien und die Niederlande den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, auch Montanunion genannt. 1957 wird von diesen sechs Ländern mit der Unterzeichnung der Römischen Verträge die europäische Wirtschaftsgemeinschaft EWG mit dem Ziel eines gemeinsamen Binnenmarktes gegründet. Außerdem wird die Europäische Atomgemeinschaft Euratom gegründet. In den folgenden Jahren werden schrittweise die Zölle innerhalb der EWG abgebaut.

Am 1. Juli 1967 werden Montanunion, EWG und Euratom zur Europäischen Gemeinschaft EG vereint. Dies ist eine bedeutende Etappe in der Geschichte der EU. Mit der Zollunion werden 1968 die Zölle innerhalb der EG aufgehoben. Zu Beginn des Jahres 1973 treten Großbritannien, Dänemark und Irland der EG bei, 1981 wird Griechenland das zehnte Mitglied, fünf Jahre später folgen Spanien und Portugal. Im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 gehört das Gebiet der ehemaligen DDR automatisch dazu. Die übrigen EG- Staaten beschließen, eine Wirtschafts- und Währungsunion einzuführen, die 1992 im Vertrag von Maastricht begründet wird. 1995 treten Österreich, Finnland und Schweden der Europäischen Union bei. Mit dem Schengener Abkommen fallen im gleichen Jahr größtenteils die Grenzkontrollen innerhalb der EU weg.

Am 1. Januar 1999 wird der Euro als offizielle Währung an den Börsen eingeführt, ein Jahr später beginnt die Einführung des Geldes in den EU- Staaten. 2004 treten Polen, Ungarn, Tschechien, Estland, Lettland, Litauen, die Slowakei, Slowenien, Malta und Zypern bei. 2007 folgen Rumänien und Bulgarien, damit hat die EU 27 Mitglieder. 2009 tritt der zwei Jahre zuvor unterzeichnete Vertrag von Lissabon in Kraft.