05 Nov

Heizölcharts erwecken Sehnsüchte nach tschechischem Landleben

Alina W. Traf fast der Schlag, als sie im März auf ihre Jahresendabrechnung der Nebenkosten blickte. „Ich sollte 300 Euro nachzahlen! Aufgrund der gestiegenen Heizkosten! Das war wie ein Schlag ins Gesicht!“, berichtet die Studentin, die in Würzburg wohnt. „Als ich Bekannten von dieser hohen Summe erzählte, berichteten sie mir, dass auch sie solch einen hohen Betrag nachzahlen sollten. Ich konnte das nicht glauben.

Also rief ich meinen Vermieter an. Er berichtete mir, dass ihm das Ganze auch leid tue, dass er aber machtlos sei, da die Heizölpreise angehoben wurden. Zusätzlich verwies er mich auf eine Internetquelle, in der man die Heizölcharts der letzten Jahre gut überschauen könne. Ich war, nachdem ich diese Heizöl Charts angeschaut hatte, auch davon überzeugt, dass die hohe Rechnung keine Willkür des Vermieters war. Trotzdem war ich platt!

Meine Eltern waren auch weniger erfreut über die ganze Sache. Sie wohnen mittlerweile wieder in Tschechien und ich habe Glück, dass sie mir mein Studium hier finanzieren können. Erst hat mir mein Vater nicht geglaubt, denn Zuhause heizen wir mit einem Holzofen, da wir auf dem Land leben. Unser Haus ist recht abgeschieden, wir benutzen für alles den Ofen, auch, um darauf zu kochen. Meine Mutter hat natürlich auch einen Herd, aber sie behauptet, auf dem Ofen zubereitetes Essen schmeckt besser.

Ich habe meinem Vater dann auch von der Sache mit den Heizöl Charts erzählt, damit er mir glauben würde. Das hat er letzten Endes auch, aber erfreut war er trotzdem nicht über die ganze Sache. Ich sehne mich nach meinem Zuhause. Dort ist es im Winter immer herrlich warm und der Ofen knistert so schön. In meiner Wohnung dauert es lange, bis die Heizung warm wird. Oft schlafe ich mit einer zusätzlichen Decke zu meiner Bettdecke ein. Und dafür soll ich so viel nachzahlen?!“