Tschechien und die Europäische Union

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Seit dem EU- Beitritt Tschechiens 2004 rückt das Land nicht nur aufgrund seiner bewegten Geschichte, sondern auch durch seine bemerkenswerte Entwicklung im Rahmen der jungen Mitgliedschaft in den Fokus der internationalen Aufmerksamkeit.

Tschechien
Mit 10,5 Millionen Einwohnern zu den kleineren EU- Staaten zählend wird die 1992 gegründete Tschechische Republik oft angesichts ihrer historischen und wirtschaftlichen Bedeutung unterschätzt. Im letzten Jahrhundert zählte Tschechien zu den wirtschaftlich am weitesten entwickelten Staaten. Auch nach dem Krieg, dem Warschauer Pakt und der Auflösung der Tschechoslowakei profitiert das Land von zahlreichen Bodenschätzen und der Industrie. In den letzten 20 Jahren ist Tschechien vor allem als Standort für ausländische Firmen interessant geworden. Neben der durch die aktuelle Krise etwas gedämpfte Wirtschaft zeichnet sich Tschechien vor allem durch ein reiches Kulturerbe aus: Kafka, Dvorák und Smetana sind nur einige der großen Namen. Darüber hinaus ist die „goldene Stadt“ Prag bis heute ein Touristenmagnet und begeistert auch in anderen Teilen des Landes durch zahlreiche Burgen, Schlösser und Kirchen. Allerdings ist über die Hälfte der Tschechischen Bürger konfessionslos, die römisch- katholische Kirche ist unter den Konfessionen am stärksten vertreten.

Auf europäischem Parkett
Tschechien und die Europäische Union- ein interessantes Verhältnis: Auch wenn der tschechische Präsident Václav Klaus der EU kritisch gegenüber steht, wird der Staat von der EU jährlich mit Fördergeldern in Milliardenhöhe unterstützt, mit denen die Infrastruktur ausgebaut und die Landwirtschaft subventioniert werden sollen. Die skeptische Haltung der Regierung kam vor allem in der Weigerung zum Ausdruck, den Lissabon- Vertrag zu ratifizieren, was den Prozess noch einmal verlängerte. Als problematisch erwies sich der Sturz der konservativ- bürgerlichen Regierung von Ministerpräsident Mirek Topolanek nach drei Monaten der EU- Ratspräsidentschaft in der ersten Jahreshälfte 2009. Obwohl er durch den parteilosen EU- Kritiker Jan Fischer in Tschechien ersetzt wurde, setzte er seine Ratspräsidentschaft fort. Wesentliche Themen waren unter anderem der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine, die Vermittlung eines Waffenstillstandes zwischen Israel und der Hamas, sowie zur Verbesserung der wirtschaftlichen Probleme der EU die Wettbewerbsfähigkeit zu fördern.

Neben Wirtschaftspolitischen Themen zur EU und Tschechien finden Sie auf dieser Seite Informationen rund um Tschechien als Land, Freizeitbeschäftigungen, Ferienhäuser (beispielsweise mit einem Karibu Gartenhaus) und vieles mehr.

Viel Spaß!

Bild: Marco Barnebeck  / pixelio.de